Suchtkrankenhilfe

In der Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e. V. haben sich seit 1992 Organisationen und Institutionen aus Thüringen zusammengeschlossen, um gemeinsam im Bereich der Suchtkrankenhilfe zusammenzuarbeiten.

Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, die Hilfe für Menschen mit Abhängigkeitsstörungen weiterzuentwickeln. Hierfür bieten die Mitglieder ein breites Spektrum an Hilfsangeboten und Unterstützungsmöglichkeiten im Arbeitsfeld der Suchthilfe.

Für eine Optimierung der Hilfeumsetzung im Suchthilfesystem ist ein fachlicher Austausch zwischen den Angeboten mit unterschiedlichen gesetzlichen Leistungsträgern notwendig. Die Thüringer Landesstelle engagiert sich daher in der Förderung der Suchthilfestruktur und der Weiterentwicklung des Suchthilfenetzwerkes.

Die Verbesserung in der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Hilfesystemen und die hieraus resultierende Schnittstellenarbeit hat in den vergangenen Jahren immer größere Bedeutung erhalten. Abhängigkeitserkrankungen wirken sich auf alle Lebensaspekte der Betroffenen aus. Diese Komplexität erfordert ein abgestimmtes Zusammenspiel der unterschiedlichen Unterstützungsangebote innerhalb und außerhalb des Suchthilfesystems. Die stetigen Veränderungen innerhalb von Sozialgesetzgebung und die Weiterentwicklung der fachlichen Standards bedürfen einer kontinuierlichen Sensibilisierung aller Kooperationspartner und die Abstimmung von Übergängen zwischen den unterschiedlichen Leistungsangeboten.

In den bestehenden Arbeitsgremien der Thüringer Landesstelle arbeiten Kollegen und Kolleginnen aus den regionalen Angeboten verbands- und trägerübergreifend, ziel- und angebotsorientiert an der Verbesserung der Hilfeangebote und deren Einbindung in die bestehenden regionalen Strukturen.

Fachstelle Crystal Meth

Die Fachstelle Crystal Meth ist seit 1.01.2018 an die Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V. angegliedert.

Hintergrund für die Etablierung und Notwendigkeit einer Fachstelle zu diesem Thema ergab sich aus folgenden Überlegungen: Die Zahl der Nutzer/innen von Crystal Meth steigt in Thüringen rasant. Einig sind sich alle Experten/innen, dass eine engere Verzahnung der Hilfsangebote und eine größere Kooperation zwischen Renten- und Krankenversicherung, Sozialhilfe- und Jugendhilfeträger, Suchthilfe und Psychiatrie notwendig sind. Die wichtigsten Herausforderungen sind dabei die Bereitstellung von spezifischen Angeboten, insbesondere Hilfestellungen für die Zielgruppe Mütter mit Kindern, ein Ausbau der Beratungsangebote, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten und mehr Offerten in der Weiter- und Fortbildung.

Durch die Fachstelle erfolgt eine Vernetzungskoordinierung, Aufnahme und Sichtbarmachen der einzelnen Angebote. Sämtliche Akteure/innen sind ins Gespräch gebracht worden. Als Bedarfe und Entwicklungspotenziale ließ sich feststellen, dass gerade die Zielgruppe Crystal Meth Konsumenten/innen als spezifisch wahrgenommen werden muss. Es wurde eine eigene Erhebung zur Beratungssituation in Thüringen durchgeführt (2018-11-05 – Ergebnisse Zusammenfassung).

Außerdem entwickelt die Fachstelle gerade einen Thüringer Versorgungspfad für Crystal-Meth-Konsumierende und Schwangere mit dem Pilotstandort Jena.

Ansprechpartner: Patrick Hentschke

Arbeitsbereich – Fachliche Mitwirkung

Die Koordinatorin der Landesstelle arbeitet kontinuierlich in verschiedenen Gremien auf Landesebene.

Dieser Arbeitsbereich dient der Verbesserung der Schnittstellenarbeit und fördert die Zusammenarbeit mit anderen Hilfebereichen. In den Gremien werden Projekte und Aktivitäten vorgestellt und gemeinsame Projekte angeregt.

Arbeitsgremien

Bundesarbeitsgemeinschaft der bundesweiten Landesstellen (bagls)

Die Geschäftsführer/innen und Koordinator/innen der jeweiligen Landesstellen treffen sich auf Bundesebene zweimal im Jahr, um sich über Entwicklungen und regionale Tendenzen in den verschiedenen Bundesländern auszutauschen.

Selbstverständnis BAGLSpdf