FfS 02/09 “Gesprächstechnik in der Selbsthilfegruppe”
Referent: Pierre Klinge, AHG Klinik Römhild
Insgesamt haben 43 Personen, aus 13 verschiedenen Suchtselbsthilfegruppen, am Fortbildungswochenende teilgenommen (26 Männer/17 Frauen).
An diesem Fortbildungswochenende haben sich die Teilnehmer/innen mit verschiedenen Gesprächstechniken der Kommunikation auseinandergesetzt.
In der Selbsthilfegruppenarbeit kommt der Gesprächsführung in der Gruppe eine wichtige Rolle zu. Der gegenseitige Austausch von Erfahrungen und Handlungskompetenzen prägt die Selbsthilfearbeit. Viele Gruppenteilnehmer haben die unterschiedlichsten Hintergründe und Lebenskontexte wenn sie sich in eine Selbsthilfegruppe begeben. Missverständnisse und Kommunikationsstörungen können eine Gruppe zerbrechen lassen.
Aus diesem Hintergrund haben sich die Teilnehmer/innen mit Grundlagen der Kommunikation auseinandergesetzt und mit Hilfe verschiedener Übungen in Kleingruppen ihre Kommunikation überprüft und neue Erfahrungen gesammelt. Zum Beispiel wurde in einer Übung in den eingeteilten Gruppen folgende Rollen verteilt: Redner, Zuhörer und 2 Beobachter. In der Gruppe sagt der Redner einen Satz und der Zuhörer unterteilt diesen in die vier Botschaften (nach dem Vier-Ohren-Modell).
Die Beobachter unterstützen den Zuhörer bei der Aufstellung der 4 Botschaften. Die Rollen innerhalb der Gruppe werden getauscht, so dass jedes Gruppenmitglied in den verschiedenen Rollen agiert. Die Ergebnisse werden festgehalten und in der Großgruppe werden die Erfahrungen aus den Kleingruppen rückgemeldet und besprochen. Diese Übung zeigte den Teilnehmer/innen welch unterschiedliche Informationen in einem Satz weitergegeben werden.
Über die Weiterführung zu nonverbalem Zuhören, dem Themenbereich der offenen Fragen und Methoden des Veränderungsgespräches, welche wiederum in Kleingruppen geübt wurden, erweiterten die Teilnehmer/innen ihre Handlungskompetenzen in der eigenen Kommunikation. Diese neuen Erfahrungen wurden in die eigenen Selbsthilfegruppen vor Ort mitgenommen und ermöglichen eine bessere Kommunikation in der Gruppe und bei Konfliktgesprächen.