Gemeinsame Presseinformation der AOK PLUS und der Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V., Erfurt, 24. Oktober 2011
Gemeinsame Presseinformation der AOK PLUS und der Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V., Erfurt, 24. Oktober 2011
85 Prozent der Thüringer Suchtkranken in der Selbsthilfe bleiben ohne Rückfall
Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V. und AOK PLUS stellen gemeinsame „Erhebung der Suchtselbsthilfe 2011“ vor
In Thüringer Suchtselbsthilfegruppen ist die Alkoholabhängigkeit die mit Abstand am häufigsten thematisierte Sucht. Das besagt die „Erhebung der Suchtselbsthilfe in Thüringen 2011“, die heute in Erfurt gemeinsam von der Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V. (TLS e.V.) und der AOK PLUS vorgestellt wurde. Die Umfrage zeigt zudem, dass knapp zwei Drittel der Teilnehmer in den Thüringer Suchtselbsthilfegruppen Männer sind, mit 82 Prozent befindet sich der überwiegende Teil der Gruppenbesucher im arbeitsfähigen Alter. Schwerpunktthema in der Selbsthilfearbeit ist die Vermeidung eines Rückfalls. Erfreulicherweise blieben 85 Prozent der in einer Selbsthilfegruppe engagierten Suchtkranken im Jahr 2010 rückfallfrei.
„Diese Zahl zeigt die Stärke der Selbsthilfearbeit bei der gemeinsamen Bearbeitung der Abhängigkeitserkrankung. Mit über 160 Suchtselbsthilfegruppen und ihren aktiven Mitgliedern bilden diese durch ihr ehrenamtliches Engagement einen wichtigen Bestandteil des Suchthilfesystems in Thüringen“, sagt Manfred Fiedelak, Vorstandsvorsitzender der Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V.
Die Erhebung war im Zeitraum von Mai bis Juni 2011 unter den rund 160 Suchtselbsthilfegruppen mit insgesamt 2.500 Teilnehmern im Freistaat durchgeführt worden und erfragte Daten aus dem Jahr 2010. Die AOK PLUS unterstützt die Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V. im Rahmen ihres Selbsthilfe-Engagements mit 16.000 Euro – davon 2.000 Euro speziell für die Erstellung der Selbsthilfe-Erhebung. Insgesamt fördert die Kasse in diesem Jahr die Selbsthilfestrukturen in Thüringen mit 500.000 Euro.
„Wir sehen in der Unterstützung der Selbsthilfe einen Baustein zu mehr Lebensqualität unserer Versicherten, zur Stärkung der Eigeninitiative und Wahrung ihrer Rechte“, erklärt AOK-Regionalgeschäftsführer Ulrich Wich. „Die Selbsthilfe braucht jede nur denkbare Unterstützung, deshalb werden wir auch in Zukunft an dieser Förderung festhalten. Im übrigen nicht nur finanziell, sondern z.B. durch kostenlose Bereitstellung von Räumen, der Hilfe bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe oder der Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit.“ Die Erhebung dient allen imThüringer Gesundheitswesen arbeitenden Institutionen als Informationsmaterial. Sie ist ab sofort im Internet unter www.tls-suchtfragen.de/selbsthilfe/thuringer-suchtselbsthilfeerhebung-2011 abrufbar oder kann als Broschüre bei der TLS e.V. unter 0361/ 7464 585 bestellt werden.
AOK überreicht Methodenkisten zur Gruppen- und Suchtpräventionsarbeit Außerdem konnte sich die Thüringer Landesstelle über zehn Methodenkisten zur Suchtprävention freuen, die ihr heute von der AOK PLUS übergeben wurden. Das Projekt „Methodenkiste“ wurde ebenfalls aus den Fördermitteln der Kasse finanziert. Die Kisten bestehen aus einem Handbuch und einer Zusammenstellung von Materialien, die bei der Suchtpräventionsarbeit der Selbsthilfegruppen u.a. in Schulklassen eingesetzt werden sollen. Dazu gehören etwa zielgruppenorientierte Filme, Bücher usw.
Ansprechpartner für die Redaktion:
AOK PLUS: Jürgen Frühauf, Tel: 0361/ 6574 80021, Mail: presse.thr@plus.aok.de
TLS e.V.: Claudia Plöttner, Tel.: 0361/ 7464 585, Mail: info@tls-suchtfragen.de

